Mai bis Herbst 2011: Koordinationstreffen Reichtum - Koordinationstreffen Reichtum in Könnern Frühjahr 2012: Utopie und Eutopie in Bielefeld ***
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Seminarvorhaben im Frühjahr/ Sommer 2012 in Kooperation mit der Utopie und Eutopie „Utopia"
heißt ja
– übersetzt - der „Ort nirgendwo". Irgendwohin muss es aber
gehen. In der langjährigen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wird deutlich,
dass das System des sog. neoliberalen Kapitalismus nicht geeignet ist,
Zukunftsprobleme zu lösen und für die Gesamtheit der Menschen eine Perspektive
ohne Not und Unterdrückung zu eröffnen. Während in den 1970/ 80er Jahren Gesellschaftsutopien populär waren und lebhaft diskutiert wurden, ist es nach dem gleichzeitigen Zusammenbruch des Staatssozialismus und des demokratischen Wohlfahrtsstaats eher still geworden um Utopien. Das proklamierte „Ende der Geschichte" sollte die Frage, wie wir leben wollen und wie wir auch ganz anders leben könnten, zum Schweigen bringen. Dennoch hat sich in den letzten 20 Jahren eine neue Utopiedebatte entwickelt, in der die Erfahrungen aus Ost und West, aus den Ländern des Nordens und denen des Südens, ihren Niederschlag finden. In Lateinamerika ist die Debatte um einen „Sozialismus des 21.Jahrhunderts" theoretisch und praktisch wieder eröffnet worden. Feministische Utopien sind unter Schlagworten wie „Subsistenzperspektive", „Fürsorgendes Wirtschaften" oder „Vier-in-Einem-Perspektive" wieder zu einem zentralen Bestandteil der Utopie-Debatte geworden. Andere haben sich mit der Utopie der „solidarischen Ökonomie", mit „anders leben und wirtschaften im Alltag" befasst. Das Seminar wird einige dieser Ansätze vorstellen. Dabei wird es auch um Fragen der Utopie-Kritik gehen. In der Geschichte waren viele utopische Entwürfe mit dem Aspekt verbunden, Modelle der „guten Gesellschaft" zu skizzieren, in welche die Menschen dann nur noch „eingepasst" werden sollten. Gerade die Radikalität von Utopien forderte oft einen „neuen Menschen", anstatt sich auf den eutopischen Gehalt von vorwärtsweisender sozialer Praxis und auf die Notwendigkeit zu besinnen, dass der Mensch das Maß der Utopie sein muss und nicht umgekehrt. Wichtig für uns ist schließlich die Frage des „Süd-Mainstreaming":
Wie sind die Bedürfnisse und die Situation von Menschen in der „Dritten
Welt" von den verschiedenen Utopien berücksichtigt.
Mögliche Themen:
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