"Reicher Mann und armer Mann

standen da und sah'n sich an.

Und der Arme sagte bleich:

Wär' ich nicht arm, wärst Du nicht reich."

Bertolt Brecht 

 

 

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Reichtum z.B. in Bielefeld:

Reichtum war und ist generell Tabu-Thema. 
eines der Tabus heißt in Bielefeld Oetker.


Seit 1933 kennen ziemlich viele in Bielefeld Kaselowsky und den - damals - jungen (2007 gestorbenen) Oetker:

Kaselowsky führte während des Nationalsozialismus die Firma Dr. Oetker. Er unterhielt von Anfang an enge Beziehungen zur NSDAP, war seit 1933 Mitglied. Er organisierte den Betrieb nach nationalistischen Prinzipien und so wurde die Fa. Oetker schon 1937 mit dem Titel „Nationalistischer Musterbetrieb“ und der „Goldenen Fahne“ der Deutschen Arbeits-Front ausgezeichnet.
Kaselowsky war seit 1939 Mitglied im sog. „Freundeskreis der SS Heinrich Himmler“. Zum „Freundeskreis der SS Heinrich Himmler“ gehörten führende „Größen“ des Nazi-Establishments. Für 1943 und 1944 sind Spenden an den Freundeskreis in Höhe von jeweils 40.000 RM belegt.
Richard Kaselowsky war an der „Arisierung“ des Bielefelder Verlagshauses Gundlach beteiligt und gab die antisemitische Tageszeitung Westfälische Neueste Nachrichten heraus. In seiner Funktion als Mitherausgeber mehrerer Bielefelder Lokalzeitungen war er für die systematische Hetze gegen jüdische Menschen verantwortlich.  

Der Rat der Stadt Bielefeld hat  2001 eine Straße nach ihm benannt.

 

 

 

Himmlers Freunde

Ohne die aktive ideologische und ökonomische Unterstützung des »Reichsverbandes der deutschen Industrie« und der deutschen Konzernherren, die mit der Aufrüstung und dem »totalen Krieg« das bombigste Geschäft dieses Jahrhunderts machten, wäre das Dritte Reich gleich einem Kartenhaus in sich zusammenfallen. 
Dieses Thema ist immer noch tabu. 
Vielleicht weil die betreffenden Konzerne heute noch immer am Drücker sind?

Heinrich Himmler hatte viele Freunde.  36 von ihnen sich hatten sich sogar zu einem »Freundeskreis des Reichsführers SS« zusammengeschlossen . Die Herren halfen sich gegenseitig bei der Verwertung jüdischer Arbeitskräfte - bis zur »Endlösung«. 
Hier einige Freunde und Firmen:

Dr. Rudolf Bingel, Generaldirektor der Siemens-Schuckert-Werke; Gottfried Graf von Bismarck, Regierungspräsident; Carl Blessing, nach 1945 Präsident der Deutschen Bundesbank; Dr. Heinrich Bütefisch, Vorstandsmitglied der IG Farben (nach 1945 aufgeteilt in BASF, Hoechst, Bayer); Dr. Friedrich Flick, nach 1945 Großaktionär von Daimler-Benz; Dr. Karl Ritter von Halt, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, nach 1945 Präsident des Deutschen Sportbundes; Ewald Hecker, Präsident der Industrie und Handelskammer, Hannover; Emil Helfferich, Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburg-AmerikaLinie; Otto Heuer, Generaldirektor der Portland-Cement-Werke; Dr. Richard Kaselowsky, Inhaber der Firma Dr. August Oetker; Wilhelm Kleinmann, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn; Karl Lindemann, Aufsichtsratsvorsitzender des Norddeutschen Lloyd,- Prof. Dr. Dr. Emil Meyer, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank; Dr. Alfred Olscher, Vorstandsmitglied der Vereinigten Industrieunternehmen AG; Dr. Karl Rasche, Vorstandsmitglied des Dresdner Bank; Friedrich Reinhart, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank; Hellmuth Röhnert, Vorstandsmitglied der Rheinmetall-Borsig; August Rostberg, Generaldirektor der Wintershall AG; Dr. Heinrich Schmidt, Aufsrichtsratsvorsitzender der Wintershall AG; Dr. Kurt Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft; Otto Steinbrinck, Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Stahlwerke; Hermann Waldhecker, Reichsbahndirektorium; Hans Walz, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH

 

 

 

 

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Stand: 21. Januar 2011