"Reicher Mann und armer Mann

standen da und sah'n sich an.

Und der Arme sagte bleich:

Wär' ich nicht arm, wärst Du nicht reich."

Bertolt Brecht 

 

 

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Herbst 2012:   Koordinationstreffen Reichtum -   Koordinationstreffen Reichtum   in Könnern     Frühjahr/Sommer  2013:  Utopie und Eutopie    in Bielefeld        ***  

unterstützt  von der  Aktion Selbstbesteuerung ( asb)

 

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Aktuelles

 

 

Reichtumsuhr  

Endlich gibt es (dank DGB-Bezirk Hessen-Thüringen/ ver.di Hessen) die von vielen schon lange gewünschte  Reichtumsuhr
- und nicht nur die klare Interessengegensätze verschleiernde Schuldenuhr des "Bund der Steuerzahler" [Frauen sind offensichtlich nicht in diesem Bund].

 

 

Hintergrundinfos dazu u.a.:

Reichtumsuhr_Erlaeuterungen.pdf

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=8794

http://www.nachdenkseiten.de/?p=475

 

Wessen Interessen vertritt der Bund der Steuerzahler ("der mit der Schuldenuhr" ...)?
http://www.nachdenkseiten.de/?p=8073

Rudolf Speth, Steuern, Schulden und Skandale. Für wen spricht der Bund der Steuerzahler? (Arbeitspapier 161 der Hans Böckler Stiftung)  
kostenloser Download [PDF - 575 KB]

 

 

 

www.vermoegensteuerjetzt.de

 

 

 

 

Freiheit statt Frontex

Keine Demokratie ohne globale Bewegungsfreiheit

"Die Dynamik des arabischen Frühlings strahlt aus in die ganze Welt. Die Aufstandsbewegungen im Maghreb machen Mut und Hoffnung, nicht nur weil despotische Regime verjagt werden, die vor kurzem noch unüberwindbar erschienen. So offen die weiteren Entwicklungen bleiben, im Dominoeffekt der tunesischen Jasminrevolution meldet sich in atemberaubender Schnelligkeit die alte Erkenntnis zurück, dass Geschichte von unten gemacht wird. Die Kämpfe richten sich gegen die tägliche Armut wie auch gegen die allgemeine Unterdrückung, es geht gleichermaßen um bessere Lebensbedingungen wie um Würde, kurz: um „Brot und Rosen“. 
...  
Die EU-Regierungen haben die nordafrikanischen Machthaber hofiert und gestützt und sich in den letzten Wochen zögerlich bis bremsend gegenüber den Aufstandsbewegungen verhalten. Dahinter stecken starke ökonomische Interessen, aber auch die gewachsene Kollaboration in der Migrationskontrolle. Despoten wurden umso wichtigere „Partner“, je effektiver sie als Wachhunde für ein vorverlagertes EU-Grenzregime fungierten. Migrationsbewegungen aus Afrika sollten um jeden Preis eingedämmt werden.
Tausendfacher Tod und Leid nicht mehr nur auf See, sondern auch in den Wüsten und Internierungslagern waren und sind die Folgen dieser schändlichen Komplizenschaft."

Die  gesamte Erklärung (und die Möglichkeit zu unterschreiben)
http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=429&clang=0

 

 

 

 

   

Erfurt 2012 - 17.-20. Mai 2012

BUKO 34 "Under Pressure - Krisen. Kämpfe. Transformationen" an der Fachhochschule Erfurt

Kommt kongressen! 
Einladung zum 34. BUKO

Es geht ums Ganze beim 34. Bundeskongress Internationalismus (BUKO) und gerade deshalb auch um den genauen Blick auf die global unterschiedlichen Realitäten und Nord-Süd-Verhältnisse. Krisen Vor allem für die Länder des Südens ist die Krise ein sich verschärfender Dauerzustand: Klimawandel, Ressourcenausbeutung, Rohstoffraub, Landgrabbing, Hungerkatastrophen, Verteilungskriege - die Ausbeutung von Mensch und Natur im Interesse der Länder des Nordens nimmt zunehmend katastrophale Ausmaße an. Auch die innereuropäischen Ungleichheiten verschärfen sich massiv, die reichen Länder zwingen die Krisengeschüttelten in die Knie und die Menschen massenhaft in Armut. Wie kann eine gerechte Verteilung der gesellschaftlichen Ressourcen für alle aussehen? Wie können wir zu einem Lebensstil kommen, der weniger bzw. gar keine systembedingten Krisen verursacht? Kämpfe Die Proteste und Aufstände vervielfältigen sich: Revolutionen in der arabischen Welt, Massenproteste in Griechenland, Portugal, Spanien, Sozialproteste in Israel, die von New York sich weltweit ausbreitende Occupy-Bewegung: Was sind die Gemeinsamkeiten der Revolten und Proteste und wo liegen Unterschiede? Wie können sich die verschiedenen Akteur_innen lokaler Kämpfe aufeinander beziehen? Wie können Solidarität und gemeinsamer Widerstand organisiert werden? Transformationen Wir möchten gemeinsam ausloten, wie emanzipatorische Veränderungen im Alltag aussehen können, welche positiven Beispiele für Selbstorganisation, für andere Formen des Lebens und Wirtschaftens es gibt und wollen über das Bestehende hinaus blicken: Wie könnte das Unmöglich-Mögliche aussehen?

Und was ist die BUKO? Die Bundeskoordination Internationalismus ist eines der ältesten Basis-Netzwerke in Deutschland (1977) mit über 100 Eine-Welt-Gruppen, entwicklungspolitischen Organisationen, Initiativen, Kampagnen & Zeitschriften. Sie steht für emanzipatorische Politik, radikale Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse und eine internationalistische Bewegung. Sie ist Ort linker, herrschaftskritischer Debatten und vernetzt eigene Kampagnen und Arbeitszusammenhänge.

 

Davos – 
Da wo`s teuer ist

 

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist eine der zentralen Nahtstellen der Selbst-Verständigung der Eliten des globalen Kapitalismus. 
Es verfügt über mehr als 100 "strategische Partner", allesamt global operierende Konzerne, von denen jeder pro Jahr 500.000 Schweizer Franken bezahlt, damit das Forum über Risiken und Gedeihen der globalen Wirtschaft nachdenken lässt. Aus Deutschland gehören u.a. die Deutsche Bank, die Metro Group, Siemens und VW dazu. 

2011 strömten 1400 Chefs globaler Unternehmen, 35 Regierungschefs und die Vertreter der wichtigsten Medien und Beratungsfirmen in den Schweizer Höhenkurort. 
19 der G20-Staaten waren mindestens mit Ministern vertreten.

Für ihr vieles Geld erhalten die Konzerne ordentlich Leistung. 
Letztes Jahr ging es um die Bearbeitung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, diesmal stand die Tagung unter dem Thema "Gemeinsame Normen für eine neue Realität". 
Was ist in den Augen der Topleute des globalen Kapitalismus die "neue Realität"?

isw – Conrad Schuhler:
http://www.isw-muenchen.de/download/davos-cs-2011-3101.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Zu den "Hartz 4" Gesetzen, initiiert von Rot-Grün 
(Jäger 90/ Grüne und Spezial-"DemokratInnen")                           

ein auch 2012 bis vielleicht 2020 aktueller Kommentar von Thomas Morus (dieser allerdings schon ziemlich lange tot)

"Wenn ich daher alle die Staaten, welche heutzutage in Blüthe stehen, durchnehme und betrachte, so sehe ich, so wahr mir Gott helfe, in ihnen nichts Anderes, als eine Art Verschwörung der Reichen, die unter dem Deckmantel und Vorwande des Staatsinteresses lediglich für ihren eigenen Vortheil sorgen, und sie denken alle möglichen Arten und Weisen und Kniffe aus, wie sie das, was sie mit üblen Künsten zusammen gerafft haben, erstens ohne Furcht es zu verlieren, behalten, sodann wie sie die Arbeit aller Armen um so wenig Entgelt als möglich sich verschaffen mögen, um sie auszunutzen.

Diese Anschläge, welche die Reichen im Namen der Gesammtheit, also auch der Armen aufgestellt und durchzuführen beschlossen haben, wurden dann zu Gesetzen erhoben. Aber wenn diese grundschlechten Menschen alle Besitzthümer, die für Alle hingereicht hätten, unter sich getheilt haben – wie weit sind sie dann noch von dem Glückseligkeitszustande des utopischen Staatswesens entfernt!"

 

1516 geschrieben, 
[Morus: Utopia. Philosophie von Platon bis Nietzsche, S. 9571 - (vgl. Morus-Utopia, S. 159-160)]

siehe auch unser Fluchblatt zu Hartz 1 bis 4

 

 

 

Verhindert die Bankenrettung!

von Werner Rügemer

Wenn die Finanzakteure, insbesondere die Banken, sich gerade jetzt, in der freiesten Phase ihrer Geschichte, selbst für handlungsunfähig erklären und die Rettung beim fundamentalistisch kritisierten Staat suchen, dann müssen sie wirklich am Ende sein. Gemessen am eigenen Selbstverständnis hat das Kapital seinen Bankrott erklärt.

Nichts wäre systemgerechter, als dass jede zahlungsunfähige Bank zum Insolvenzrichter geht oder mit sanfter Gewalt dorthin begleitet wird. Gerade das aber geschieht nicht. Insolvenzverschleppung ist eine Straftat, wäre dies sogar auch in einem betriebswirtschaftlich gut geführten Sozialismus. Aber der jetzige Staat sorgt eilfertig für die Brechung seiner eigenen Gesetze. Und auch die Markt-Fundamentalisten der Europäischen Union sind plötzlich ganz flexibel von der Richtigkeit der Verfahrensweisen überzeugt, die sie bisher verteufelt haben.

Manche KritikerInnen der Neoliberalen mussten nun erleben, dass die vermeintlichen Marktradikalen in Sekundenschnelle zu Staatsradikalen wurden und dabei offensichtlich keinerlei Argumentationsprobleme hatten. Man muss aber genauer hinsehen. In Wirklichkeit hat die neoliberale Wirtschaft unter Führung der Finanzakteure von vornherein auf die Vollkasko-Methode gesetzt: volle private Freiheit und volle staatliche Absicherung. ....

Weiter im Text auf der
Internetseite des Ossietzky
http://www.sopos.org/aufsaetze/494e61029f109/1.phtml

 

 


PNAS-Studie: 
Wie die Reichen den Armen schaden


"Dass Umweltzerstörung sich nicht für Grenzen interessiert, sollte
spätestens seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl klar sein. Die
Schäden, die einzelne Länder verursachen, wirken sich grundsätzlich
weltweit aus. Doch wer schadet da eigentlich wem? Dass Faktoren wie
Klimawandel, Zerstörung der Ozonschicht und Entwaldung auch die
Industrieländer Geld kosten, steht außer Frage.

Ein internationales Forscherteam hat nun untersucht, wie sich die
ökologischen Auswirkungen auf die gesamte Welt verteilen - und zwar
getrennt auf Länder mit hohem, mittlerem und niedrigem
Pro-Kopf-Einkommen. Dazu haben die Wissenschaftler Daten aus den Jahren
1961 bis 2000 analysiert und zwar für sechs verschiedene Bereiche: den
Klimawandel durch Treibhausgas-Emissionen, die Verarmung der
Ozonschicht, die Intensivierung der Landwirtschaft, die Zerstörung der
Wälder, die Überfischung und den Verlust von Mangrovenwäldern."

Der vollständige Artikel von Matthias Gräbner auf Telepolis vom 23.1.08
findet sich unter:

www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27129/1.html

Last - not least:

 

 

Klassisches aus unserem Archiv: 

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»Wir haben was gegen den Reichtum«


Ordensleute für den Frieden ließen bei Aldi 

Brot, Rosen und Wein mitgehen. 


Ein Gespräch mit Gregor Böckermann (Mitglied der Initiative Ordensleute für den Frieden). 
Wegen Blockadeaktionen gegen US-Militäreinrichtungen und Airbases während des Irak-Krieges stand er mehrfach vor Gericht)         mehr

hier in einen Zusammenhang gebracht:

 

"Alles für alle - und zwar umsonst!"

 

Spontane Aktion während des 27. Bundeskongresses Internationalismus (BUKO) 2004 in Kassel.

Eine Gruppe von Leuten stürmte in einen Laden der Kette H & M, riss Kleidungsstücke aus Regalen und von Tischen und warf sie auf die Straße. Passanten griffen zu. 
Für die BUKO (Bundeskoordination Internationalismus), die diese Umverteilungsaktion weder geplant noch zu verantworten hat, kam ein böses Nachspiel.   mehr

 

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

Diese Webseite wurde finanziell unterstützt von der
Aktion Selbstbesteuerung (asb). 

Die asb wurde im Jahr 2009 40 Jahre alt.

Festschrift 40 Jahre Aktion Selbstbesteuerung

alle Infos: http://www.aktion-selbstbesteuerung.de/

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 25. April 2012